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Online Casino Gewinne versteuern oder sind diese steuerfrei?

Sind Casino-Gewinne generell steuerfrei?

Online Casino Gewinne versteuern oder sind diese steuerfrei?Eine oft gestellte Frage lautet, ob Casino-Gewinne generell steuerfrei sind. Die Antwort lautet: In der Regel müssen Casino-Gewinne nicht versteuert werden. Doch hier muss auch zwischen dem Hobbyspieler und dem professionellen Spieler unterschieden werden.

Generell müssen nur Gelegenheits-Casinospieler ihre Gewinne nicht versteuern. Hier ist die Rechtsprechung ganz eindeutig. In Deutschland besteht keine Steuerpflicht für Gewinne aus Online Casinos. Das liegt daran, dass Gewinne aus einem Glücksspiel nicht als Einkommen definiert sind. Alle Einnahmen aus Glückspielen, aber auch aus Rubbellosen und Lotto-Gewinnen, müssen nicht versteuert werden. Anders sieht die Gesetzeslage nur aus, wenn das Glücksspiel nicht als Hobby betrieben wird. Wer offiziell hauptberuflich spielt und keine anderen Einnahmen hat und aus dem Gewinnen aus Glückspiel seinen Lebensunterhalt bestreitet, ist Einkommenssteuerpflichtig.

Glücksspiel ist kein regelmäßiges Einkommen

Hobby- und Gelegenheitsspieler bestreiten ihr Einkommen in der Regel nicht aus dem Glücksspiel – unabhängig davon, in welchem Land der Server steht. Sie gehen meistens noch einer anderen Tätigkeit nach. Die Steuergesetze orientieren sich immer an den Gesetzen des Landes, in dem der Spieler lebt und seinen Wohnsitz hat. Anders sieht es für professionelle Spieler aus.

Bei professionellen Spielern argumentiert der deutsche Staat, dass er regelmäßig spielt und daher auch regelmäßig Gewinne einfährt. In solchen Fällen gilt laut Meinung des Staates nicht mehr die Glücksspielregelung. Andererseits können Profispieler dann auch ihre Verluste wie jedes andere Unternehmen auch mit den Gewinnen aufrechnen.

Das Finanzamt entscheidet anhand der folgenden Kriterien:

  • Wird regelmäßig und oft gespielt?
  • Wird aus den Gewinnen der Lebensunterhalt bestritten oder gibt es noch weitere Einnahmen?
  • Überwiegen die Gewinne den Verlust?

Können alle drei Fragen mit Ja beantwortet werden, handelt es sich um einen professionellen Spieler, der seine Gewinne versteuern muss.

Ist ein Casino generell steuerfrei?

Online Casino Gewinne versteuern oder sind diese steuerfrei?Für in Deutschland lizenzierte Online-Buchmacher gilbt es eine Wettsteuer in Höhe von 5 %, die vom Buchmacher zu tragen ist und in einigen Fällen auf den Wetter umgelegt wird. Beim Glücksspiel sieht es jedoch anders aus, denn es gibt keine Casino-Steuer. Da Gewinne aus Glücksspielen kein reguläres Einkommen sind, fällt auch keine Einkommenssteuer an. Ebenfalls handelt es sich hierbei nicht um Schenkungen, daher greift auch nicht die Schenkungssteuer.

Nutzer von Online Casinos müssen die Gewinne nicht dem Finanzamt melden und mit hohen Nachforderungen rechnen. Diese Regelung gilt sowohl für Casinos, die ihren Sitz in Europa haben, wie auch für Online-Casinos, die außerhalb der Europäischen Union EU ansässig sind.

Eine Einschränkung gibt es aber dennoch für Casinos, die außerhalb der Europäischen Union ihren Unternehmenssitz haben: Hier ist die Bargeldgrenze von 10.000 Euro zu beachten. Wird diese überschritten, muss der Vorgang in der Europäische Union angemeldet werden und es fallen auf diese Summe Einfuhrsteuern an. Das gilt jedoch ausschließlich für Gewinne, die im Nicht-EU-Ausland erwirtschaftet wurden.

Nicht davon betroffen sind Geld-Transfers. Besteht ein Steuerabkommen mit dem entsprechenden Staat (das sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen), fallen diese Steuern nicht an. Solch ein zwischenstaatliches Abkommen gibt es beispielsweise zwischen der Bundesrepublik und den USA. Amerikanische Bürger müssen 30 Prozent ihrer im Casino erzielten Gewinne an das Finanzamt abtreten. Bürger aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich können hingegen den Gewinn für sich behalten

Unterschiede zu Österreich und Schweiz

Wie hoch in der Schweiz die Steuer ist, hängt vom Wohnsitz des Gewinners ab. Auf ausländische Casino-Gewinne fallen im Kanton Zürich bis zu 35 % Steuern an. Demnach gilt: Während in Deutschland und in Österreich Hobbyspieler generell steuerfrei sind, sieht es in der Schweiz ganz anders aus.

In der Schweiz werden Gesetze kantonal geregelt. Davon hängt es auch ab, ob Steuer gezahlt werden muss oder nicht – der Wohnsitz entscheidet. So gibt es zum Beispiel auch einige Kantone, die eine Steuerpflicht erst ab einer bestimmten Summe darlegen. In anderen Kantonen fällt generell keine Casino-Gewinn-Steuer an.

Was passiert, wenn der Staat das Gesetz ändert?

Die Steuerfreiheit in Deutschland bezieht sich ausschließlich auf die im Glücksspiel erzielten Gewinne. Einsätze sind immer noch steuerpflichtig. Für die Bezahlung der Wett- und Lotteriesteuer ist nicht der Spieler verantwortlich, sondern der Veranstalter und somit das Online Casino.

Eine Ausnahme besteht bei einer Teilnahme an Wetten ausländischer Casinos. Denn in Deutschland lizenzierte Veranstalter müssen die anfallenden Steuern abführen. Andere Veranstalter verlangen, dass der Spielteilnehmer die fällige Steuer bei der Tippabgabe selber an das Finanzamt zahlt – auch dann, wenn es sich hierbei um ein Casino aus der Grauzone handelt.

Die beschriebene Steuerfreiheit der Einnahmen aus Glücksspielen oder aus Wetten bezieht sich auf die direkt erzielten Gewinne. Später erzielte Einnahmen durch Dividenden oder Kapitalerträge sind mit der entsprechenden Abgeltungssteuer zu versteuern. Doch diese Gesetzgebung ändert nichts an der Steuerfreiheit von Glücksspielerträgen oder Wettgewinnen. Politiker fordern eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Im Fall einer entsprechenden Gesetzesänderung würden auch Gewinne aus dem Guthaben eines Wettgewinns oder eines Lottogewinns von dieser Regelung betroffen.

Versteuerung von professionellen Spielern

Online Casino Gewinne versteuern oder sind diese steuerfrei?Auch Poker zählt in Deutschland zu den Glücksspielen – genauso wie Sportwetten oder Lotto. Da auch hier überwiegend das Glück über den Erfolg entscheidet, sind die Einnahmen steuerfrei – zumindest bisher. Entsprechend überrascht war der berühmte deutsche Pokerprofi Eddy Scharf, als das Finanzgericht Köln urteilte, er müsse rückwirkend und auch künftig auf seine Pokergewinne Einkommenssteuer zahlen. Noch einen Schritt weiter ging das Finanzgericht Münster: Gemäß seiner Ansicht müssen Poker-Profis sogar Umsatzsteuer zahlen.

Die Kölner Richter begründeten ihre Entscheidung, dass Scharf die Preisgelder nicht aufgrund Glücks, sondern überwiegend dank seiner Poker-Fähigkeiten gewonnen hat. Die Konsequenz daraus: Poker ist ein Geschicklichkeits- und kein Glücksspiel. Gemäß dem Gericht gewinne der Spieler mit den besten psychologischen und analytischen Fähigkeiten.

Eddy Scharf zählt seit nun mehr fast 20 Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Pokerspielern und er pokert rund um den Globus. Schätzungen zufolge liegt die dabei gewonnene Summe mindestens im sechsstelligen Bereich. Und exakt diese Tatsache wurde Scharf zum Verhängnis: Wer über viele Jahre hinweg erfolgreich an internationalen und bekannten Turnieren mit hohen Preisgeldern teilnimmt, ist ein Profispieler und muss seine Gewinne entsprechend versteuern. Gewinnt jedoch ein Hobbyspieler aus Glück, so bleiben die Gewinne nach wie vor steuerfrei.

Der Fall des Finanzgerichts Münster lag ähnlich. Der Spieler nahm innerhalb von neun Jahren an verschiedenen Cash-Games, Internetveranstaltungen und Pokerturnieren teil. Seinen Lebensunterhalt bestritt er aus den gewonnen Preisgeldern. Bei seinem ursprünglichen Arbeitgeber hatte er sich unbezahlten Urlaub genommen. Die Pokergewinne gab er nicht in seiner Einkommenssteuererklärung an.

Allerdings hatte der Spieler nicht mit den Beamten des Finanzamtes gerechnet. Denn während ein Finanzamt Angestellter im Internet surfte, fand er ein Video eines Interviews mit dem Mann und wurden so auf seine Gewinne aufmerksam. In der nachfolgend durchgeführten Betriebsprüfung schätzten die Finanzamt-Beamten seine Pokerumsätze. Zwar klagte daraufhin der Spieler gegen dieses Vorgehen, das das Finanzgericht Münster lehnte die Klage aber ab. Der Spieler habe durch seine Turnierteilnahme eine Leistung erbracht mit dem Ziel, Geld zu gewinnen. Und daher sei der Pokerspieler als Unternehmer anzusehen und somit Umsatzsteuerpflichtig.

Ein Vorteil kann allerdings aus beiden genannten Fällen in der Zukunft für Pokerspieler gewonnen werden: Werden professionelle Spieler künftig als Unternehmer eingestuft, können sie auch ihre Aufwendungen und Verluste in der Steuererklärung geltend machen.

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